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Malteser Korntal-Münchingen

Menschen füttern, Notfälle versorgen und Zeltbau - Fortbildung des Einsatzdienstes

05.03.2019
Eingeklemmt zwischen zwei Baumstämmen, die Befreiung ist schon im Gange (Bild: Michael Schmidgall/Malteser)
Nachtisch: Jeder wird mal gefüttert (Bild: Michael Schmidgall/Malteser)
Blutdruck messen (Bild: Michael Schmidgall/Malteser)
"WOLKE" - das Schema zum Fahrzeugcheck (Bild: Michael Schmidgall/Malteser)
Auch unter engen Verhältnissen: Das Zelt steht (Bild: Michael Schmidgall/Malteser)

Am 02. und 03. März haben wir wieder ein Fortbildungswochenende für die Helfer des Einsatzdienstes durchgeführt. Von 09:00 bis 17:00Uhr galt es an beiden Tagen spannende und herausfordernde Themen zu bewältigen.

Am Samstag starteten wir vor unserem Hauptstandort der Turbinenstraße 10 im Weilimdorfer Gewerbegebiet mit allen benötigten Materialien zu unseren Ausbildungsräumen in der Turbinenstraße 47. Dies musste zu Fuß bewältigt werden, um auch den Transport von Rucksäcken, Rollstühlen und anderem Material zur Hilfeleistung zu trainieren.

Angekommen am Ausbildungsstandort galt es zunächst das Treppenhaus zu überwinden. Wie bkomme ich hilfebedürftige Menschen, die nicht selbst gehen können, nach oben?
Ein modernes Treppensteigegerät sowie Rollstühle standen zur Verfügung und rückenschonend sollte es natürlich auch noch vonstatten gehen.

Oben angekommen erwartete uns ein verspätetes Frühstück, welches gerne angenommen wurde. Frisch gestärkt ging es nun rund um Sauerstoff, den Stoff des Lebens.
Wie darf Sauerstoff transportiert werden? Wie ist er zu lagern? Welche Transport- und Lagerbehältnisse gibt es? Neben diesen Fragen wurden verschiedene Verabreichungsformen geübt und Tipps ausgegeben. Auch hier wurde viel Wert auf den anschließenden Praxisteil gelegt.

Die Vitalfunktionen, wie z.B. Puls oder Blutdruck, waren das nächste wichtige Thema. In selbst ausgearbeiteten Kurzpräsentationen brachten sich die Einsatzkräfte wichtige Inhalte gegenseitig näher. Auch hier konnte im Anschluss noch einmal die richtige Messung geübt werden.

Nach dem Mittagessen stellte das Treppenhaus erneut ein Hindernis dar. Mit Rollstuhl, Trage und co. mussten wiederum Personen (gespielt von weiteren Helfern) nach unten gebracht werden. Zuvor allerdings kam noch der Nachtisch dran, der diesmal durch gegenseitige Gabe von Joghurt und Getränken eingenommen werden musste. Dies ist eine wichtige Übung für die Betreuung von Hilfebedürftigen dar, die z.B. aufgrund einer Erkrankung nicht mehr selbst essen können. Wichtig vor allem dann, wenn Betroffene über einen längeren Zeitraum versorgt werden müssen.

Zurück in der Unterkunft wurde noch ausgiebig an unserem Mannschaftstransportwagen geübt. Nicht nur die „Katastrophenschutzwolke“ (umfasst die Inhalte eines technischen Checks am Fahrzeug), sondern auch Gerätekunde an der umfangreichen Beladung wurde ausgebildet und wiederholt.

Am zweiten Tag wurde viele Inhalte des ersten Tages umfangreich in verschiedenen Stationen eingebaut. Zuerst musste das Stangengerüstzelt (SG) 30 aufgebaut und eingerichtet werden. Das Material wird vollständig in unserem Mannschaftstransportwagen mitgeführt und wird regelmäßig in Übungen eingesetzt, damit auch im Ernstfall jeder Handgriff sitzt.
Unter dem kritischen Blick unseres Leiter Einsatzdienst im Kreis Ludwigburg wurden die Aufgaben mit Bravour gemeistert.

Nach dem Abbau sowie einer kleinen Pflegeeinheit des Zeltes waren nach dem Mittagessen einige Übungen mit den Funkgeräten angesetzt: Kurze Wiederholung der Theorie und dann ab in die Praxis, abgerundet mit einigen medizinischen Fallbeispielen zwischendurch, welche rund um den "Grünen Heiner" stattfanden.
Bei kaltem Wetter und verschmutztem Gelände mussten nicht nur internistische Notfälle, wie Herzinfarkt und Nierenkolik, sondern auch ein zwischen Bäumen eingeklemmter Fuß versorgt werden. Hier bewies sich, dass die Malteser nicht nur medizinisch und pflegerisch auf aktuellstem Stand sind, sondern auch kleine technische Hilfeleistungen problemlos mit vorhandenem Einsatzgerät und Wissen stemmen können.

Insgesamt also ein tolles Fortbildungswochenende des Einsatzdienstes, welches viel Spaß gemacht und einige neue Erkenntnisse gebracht hat.
Herzlichen Dank auch an die Einsatzkräfte, die ganz nebenbei noch einige Sanitätsdienste zur Faschingszeit absolviert haben. Ihr seid Spitze!

Weitere Informationen

Mathias Maurmaier

Tel. (0711) 8068714
Fax (0711) 8388034
mathias.maurmaier(at)malteser(dot)org
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